Atemschutz, ein wichtiges Thema bei der Feuerwehr

 

Das Vorgehen von Feuerwehreinsatzkräften in verqualmten Gebäuden ist seit jeher ein großer Gefahrenpunkt bei dem immer wieder Feuerwehrangehörige verletzt oder gar getötet werden.

Dementsprechend ist das Thema Atemschutz ein Ausbildungsschwerpunkt bei den Feuerwehren der Stadt Hardegsen.

Um die Einsatztaktik und das Vorgehen der Atemschutzgeräteträgern und der Führungskräften zu schulen, fand am Freitag, dem 17.03.06 eine Großübung an der hardegser Grundschule statt. Nach einem theoretischen Unterricht, der vom Kamerad Thomas Plessmann durchgeführt wurde, konnten das gelernte in die Praxis umgesetzt werden.

Angenommene Lage war eine durch einen Schwelbrand verursachte Verqualmung der Turnhalle. Mehrere Personen wurden vermisst.

Gestellte Aufgabe an die Einsatzkräfte: Brandbekämpfung und Menschenrettung.

Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, Handlampen, Rettungstüchern und Brandbekämpfungsausrüstung bahnten sich die ersten Trupps den Weg ins Gebäude.  Da bei einer Verqualmung die Temperatur und die Sicht in Bodennähe am besten ist, gingen die Einsatzkräfte bei dieser Lage kriechend vor. Das zusätzliche Gewicht der Ausrüstung von über 25 kg, die durch die Atemschutzmaske eingeschränkte Sicht und der mitgezogene Schlauch zur Brandbekämpfung erschwerte das Vorgehen erheblich.

Während der systematischen Durchsuchung der Räume wurden die ersten vermissten Personen gefunden und mussten ins Freie gebracht werden. Durch das zusätzliche Gewicht der „bewusstlosen“ Personen erwies sich der Rückweg als Kräftezehrender wie der Hinweg. Die Erschöpfung der Einsatzkräfte zeigte sich am Ausgang daher sehr deutlich.

Diese Erschöpfung würde sich im realen Einsatzfall durch die Hitze im Gebäude und den Einsatzstress noch verstärken. Die körperliche Fitness ist daher eine zwingende Notwendigkeit für die Einsatztauglichkeit der Feuerwehrkräfte.

Nachdem  insgesamt zwölf Atemschutztrupps das Gebäude durchsucht hatten, konnte die Übung beendet werden.

Bei der Abschlussbesprechung bewerteten Stadtbrandmeister Hans Werner Vogt und stell. Abschnittsleiter Axel Meyer den Ablauf der Übung. Bis auf kleinere Unstimmigkeiten wurde das Ziel erreicht und die Führungskräfte zeigten sich sehr zufrieden. Stadtbrandmeister Vogt wies in seiner Rede darauf hin, dass sich trotz des guten Ablaufs der Übung nicht auf dem erreichten Ausgeruht, sondern weiterhin an Technik und Taktik gearbeitet werde. In den nächsten Wochen werden Atemschutzübungen in allen hardegser Ortschaften durchgeführt um die Qualität der Einsatzkräfte auf hohem Niveau zu halten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kamerad Thomas Plessmann beim theoretischen Unterricht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Technik und Taktik in der Theorie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Vor Ort werden die ersten Einsatzkräfte eingewiesen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geduckt gehen die Atemschutzgeräteträger vor. Die Beinmuskulatur wird hier extrem beansprucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Treppen werden rückwärts heruntergegangen. So werden Stürze bei Nullsicht vermieden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Atemschutzgeräteträger halten immer Kontakt mit der linken Wand. So wird die Orientierung erleichtert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Rückzugssicherung wird der Feuerwehrschlauch, oder wie hier, eine Feuerwehrleine verwendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Verletzten werden gerettet. Dargestellt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sammelplatz stehen weitere Atemschutzgeräteträger bereit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Weitere verletzte Personen werden gerettet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Warten auf die Retter.......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.....die Retter nahen!