Gemeinsam mit Schere und Spreizer
Die Anzahl der Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen hat in den vergangenen
Jahren stetig zugenommen. Aus diesem Grund ist die technische Hilfeleistung ein
immer größeres Aufgabengebiet der Feuerwehren geworden, den es zu trainieren
gilt. Aber auch die Zusammenarbeit der Ortswehren untereinander ist entscheidend
für die optimale Abarbeitung bei Einsätzen jeglicher Art. So war es nahe
liegend, einen Ausbildungsdienst der Feuerwehr Ellierode mit der Ortsfeuerwehr
Hardegsen zu gestalten, in dem der Schwerpunkt auf die technische Rettung bei
Verkehrsunfällen gelegt wurde.
An der Übungsstelle mussten zwei Lagen abgearbeitet werden. Der PKW im Graben wurde von der Besatzung des TLF16/25 bearbeitet.....
Angenommene Lage war ein Verkehrsunfall mit zwei PKW bei dem ein Fahrzeug auf dem Dach zu liegen gekommen war, während der zweite PKW zu brennen begonnen hatte. In beiden Fahrzeugen waren die Insassen eingeklemmt und konnten sich aus eigener Kraft nicht befreien.
....während der zweite PKW von der Besatzung des Rüstwagen RW1 abgearbeitet wurde. Jeweils mit Unterstützung der Ortsfeuerwehr Ellierode.
Die als erstes an der Einsatzstelle eingetroffenen Ortswehr Ellierode begann die Einsatzstelle abzusichern und den brennenden PKW mit einem Feuerlöscher abzulöschen. Parallel dazu wurde der zweite PKW gegen weitere Erschütterungen und verrutschen gesichert. Als Unterstützung forderte der Einsatzleiter den II. Zug der Ortsfeuerwehr Hardegsen nach. Unmittelbar nachdem diese mit Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und Rüstwagen RW1 an der Einsatzstelle eingetroffen waren, wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Unterstützt durch Feuerwehrkräfte der Ortswehr Ellierode übernahm die Besatzung des Rüstwagens den auf dem Kopf liegenden PKW, die Einsatzkräfte des Tanklöschfahrzeuges das zweite verunfallte Fahrzeug.
Sauber hergerichtet: der Ablageplatz für die Rettungsgeräte.
Obwohl beide Einsatzabschnitte unterschiedliche Ausgangslagen hatten, so war die Vorgehensweise sehr ähnlich strukturiert. Generell gilt es bei Verkehrsunfällen die PKW so weit zu sichern, dass Erschütterungen oder verrutschen der Fahrzeuge die Insassen nicht weiter verletzten können. Im Anschluss dazu wird eine Zugangsöffnung geschaffen, um den Rettungsdienst die medizinische Versorgung zu ermöglichen. Ist dieses geschehen, kann die eingeklemmte Person schonend aus ihrer Lage befreit werden.
Unter Anleitung wurden die Fahrzeuge mit hydraulischer Schere und auseinander geschnitten.
Nach diesen Einsatzregeln wurden die Einsatzlagen bei dem Übungsdienst abgearbeitet. Ruhig und überlegt kamen Glassäge, Seilwinde, Hebekissen und hydraulische Rettungsschere zum Einsatz. Vorsichtig trennten die Ellieröder und Hardegser Einsatzkräfte Türen aus den Rahmen, schnitten Dachholme durch und entfernten die Front- und Seitenscheiben der Fahrzeuge, bis die Fahrzeuginsassen befreit waren.
Bei der Nachbesprechung zeigten sich die Ausbilder zufrieden mit den gezeigten Leistungen.
Im Anschluss der Übung bedankte sich der stellv. Ellieröder Ortsbrandmeister Matthias Winkler, der den Feuerwehrdienst ausgearbeitet hatte, bei den Feuerwehrangehörigen.
Die Zusammenarbeit der Ortswehren untereinander hat problemlos funktioniert und das Übungsziel, die Ausbildung an schwerem Rettungsgerät, wurde erreicht.
Um den Abend angenehm ausklingen zu lassen, lud stellv.OrtsBM Winkler alle Feuerwehrkräfte zu Bratwurst und Steak ins Feuerwehrhaus Ellierode ein, was dankend angenommen wurde.
Weitere Infos und Bilder finden Sie unter www.feuerwehr-ellierode.de
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Weitere Bilder in unsortierter Reihenfolge |
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