Waldbrand am Galgenberg
Am Montag den 08.05.06 gingen gegen 18:10 die ersten Notrufe in der Einsatzleitstelle Northeim ein. Gemeldet wurde ein Böschungsbrand im Bereich Galgenberg, oberhalb der Bundesstrasse 241 zwischen Hardegsen und Lutterhausen.
Aufgrund des Alarmstichworts löste der Leitstellendisponent die Funkmeldeempfänger der Ortswehr Hardegsen aus. Nach kurzer Zeit rückten die ersten Einsatzkräfte zur Schadensstelle ab.
Aufgrund der Trockenheit breitete sich das Feuer im Unterholz schnell aus und drohte auf ein ausgedehntes Waldgebiet überzugreifen. Der Hardegser Stadtbrandmeister Hans Werner Vogt, der die Einsatzstelle als erster erreichte, ließ daher sofort Sirenenalarm für die Ortswehr Hardegsen auslösen und forderte die Ortswehr Lutterhausen zur Unterstützung an.
Während die Tanklöschfahrzeuge aus Hardegsen (TLF 16/25) und Lutterhausen (TLF 8W) einen Pendelverkehr einrichteten um die Einsatzkräfte an der Schadensstelle mit Löschwasser zu versorgen, wurde parallel dazu eine lange Wasserförderstrecke aufgebaut. Um die 600m lange Schlauchleitung von der Wasserentnahmestelle an der Espolde zur Einsatzstelle zu verlegen, mussten die Schläuche über die B241 geführt werden. Da Fahrzeuge die Schläuche nur im Schritttempo überqueren können, staute sich der Feierabendverkehr auf großer Länge an.
Nachdem die Förderstrecke aufgebaut war, stand ausreichend Löschwasser zur Verfügung, so dass das Unterholz mit einem massiven Wassereinsatz abgelöscht werden konnte.
Insgesamt wurde der Brand, der sich auf eine Fläche von ca. 500m² ausgebreitet hatte, mit 6 C-Rohren und einem Wasserverbrauch von ca. 600l /min bekämpft.
Nach eineinhalb Stunden waren alle Glutnester abgelöscht und die Einsatzkräfte konnten die Schadensstelle verlassen und zu den Standorten zurückkehren.
Besonderes am Rande:
Zu Beginn des Einsatzes kam es zu Verwirrungen, da zwei Einsätze in der Einsatzleitstelle gemeldet wurden. Während ein Anrufer von einem Böschungsbrand im Bereich Galgenberg sprach, meldete ein weiterer Anrufer einen Busbrand an der Bundesstraße 241.
Nach einigen Nachforschungen durch den stellv. Abschnittbrandmeister stellte sich der Busbrand als Buschbrand heraus. Gemeint war der bereits gemeldete Böschungsbrand.
Eingesetze Kräfte:
Einsatzleitwagen ELW1
Tanklöschfahrzeug TLF16/25
Löschgruppenfahrzeug LF 8 S
Löschgruppenfahrzeug LF 16 TS
Schlauchwagen SW1000
Stellv. Abschnittsbrandmeister
Stadtbrandmeister
Polizei
Ortsfeuerwehr Lutterhausen mit TLF8 W, LF8, ELW1
Das Lutterhäuser Tanklöschfahrzeug TLF 8W (Löschwassertank 1800l)
Das Hardegser Tanklöschfahrzeug TLF16/25 (Löschwassertank 2400l)
Aufgrund der Rauchentwicklung musste Stellenweise mit Atemschutz vorgegangen werden.
Zu Beginn des Einsatzes kann das Löschwasser nur über die Tanklöschfahrzeuge bereitgestellt werden.
Das dichte Unterholz erschwert die Brandbekämpfung
Die in der Nähe befindliche Grillhütte wurde nur leicht beschädigt!
In dem trockenem Unterholz finden die Glutnester immer wieder neue Nahrung.
Erst als die Wasserversorgung über lange Wegstrecke stand, konnten alle restlichen Glutnester abgelöscht werden.