Alarmierung

 

 

Unterhält man sich mit älteren Kameraden, so wissen diese noch aus den Zeiten zu berichten, als die Alarmierung der Feuerwehreinsatzkräfte per Telefon geschah. So rief die Einsatzleitstelle den zuständigen Ortsbrandmeister an. Dieser hatte entweder in seiner Wohnung eine Schalttafel zur Auslösung der Sirenen im Ort, oder er musste zur nächsten Sirene fahren um diese dort per Hand auszulösen.

 

Diese Zeiten gehören glücklicherweise der Vergangenheit an.

 

Heutzutage hat die Einsatzleitstelle die Möglichkeit, die Feuerwehrangehörigen einzeln und gezielt über Funk zu alarmieren, bzw. die Sirenen direkt auszulösen.

In der Ortswehr Hardegsen verfügen die meisten Kameraden über einen  Funkmeldeempfänger (auch bekannt unter dem Begriff Pieper bzw. Pager).

 

 

Funkmeldeempfänger ältere Bauart

Dieses Modell verfügt über

2 Alarmierungsschleifen

 

 

 

 

Diese FME können unterschiedlich kodiert werden, so dass die Einsatzleitstelle die Möglichkeit hat, entsprechend der Einsatzlage zu alarmieren. Theoretisch jeden Feuererwehrangehörigen einzeln.

Bei kleineren Einsätzen wie „Tür öffnen“, Tierrettung oder kleineren Ölspuren werden nicht alle  Feuerwehrleute benötigt. Daher werden bei diesen Einsatzlagen auch nur einige Kameraden alarmiert. Sollten die Einsatzkräfte nicht ausreichen, oder es liegt ein größerer Schadensfall vor, so werden Kräfte nachgefordert.

Erst bei größten Schadenslagen wird in Hardegsen durch die Sirene alarmiert. So werden ca. 90% aller Einsätze per Funkmeldeempfänger abgewickelt. Diese so genannte „Stille Alarmierung“ hat den Vorteil, dass die Bevölkerung nachts nicht unnötig in ihrer Nachtruhe gestört wird. Weiterhin müssen tagsüber die Kameraden, welche nicht benötigt werden, ihren Arbeitsplatz nicht verlassen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kameraden bereits bei der Alarmierung erfahren, welche Art von Einsatz anliegt. Je nach Einsatzstichwort erfolgt ein unterschiedlicher Piepton. Ist es eine „kleine Sache“ bei der man in Ruhe zum Feuerwehrhaus fahren kann oder ist es vielleicht ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person wo höchste Eile geboten ist?

 

 

Funkmeldeempfänger neuerer Bauart

Dieses Modell verfügt über 4 Alarmierungsschleifen

 

Neuste Modell verfügen über bis zu 25 unterschiedlicher

Alarmierungsschleifen!

 

 

Schleife 1

Schleife 2

Schleife 3

Schleife 4

 

Dank der modernen Alarmierung ist die Reaktionszeit der Feuerwehren stark gesunken. So dauert es heutzutage weniger als 10 Minuten zwischen wählen des Notrufes 112 und der Ankunft der ersten Einsatzfahrzeuge an der Schadensstelle. Und dieses obwohl die Kameraden zu Hause oder am Arbeitsplatz sind und das Feuerwehrhaus erst noch anfahren müssen.

Solche Hilfsfristen waren vor einigen Jahren noch undenkbar!

 

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