Sprungpolster
Die Sprungpolster sind eine relativ neue Entwicklung in der Ausrüstung der Feuerwehr. Sie ersetzen die in der Bevölkerung besser bekannten Sprungtücher. Beide Höhenrettungsgeräte haben den gleichen Einsatzzweck: nämlich im Notfall Personen beim Absturz oder Sprung aus großen Höhen zu schützen, den freien Fall abzubremsen und somit vor Verletzungen zu bewahren.
Dennoch hat das Polster dem Sprungtuch den Rang abgelaufen. Die Vorteile liegen
klar auf der Hand.
Das Sprungpolster im eingepackten Zustand.
Wurde das Sprungtuch nicht richtig gehalten, so waren schwere Verletzungen von Muskeln, Sehnen und Knochen bei den Feuerwehrangehörigen vorprogrammiert. Von Verletzungen der gesprungenen Person ganz abgesehen. Des weiteren musste das Tuch von mindestens 18 Feuerwehrangehörigen in Stellung gebracht werden. Dieses entsprach der Besatzung von zwei Löschgruppenfahrzeugen. Dadurch fehlten die Feuerwehrleute im Einsatz an anderer Stelle, so z.B. beim Aufbau der Wasserversorgung oder der Brandbekämpfung.
Das Sprungpolster hingegen kann von zwei Feuerwehrangehörigen in Stellung gebracht werden.
Innerhalb von ca 30 Sekunden blässt sich das Sprungpolster selbststänig auf und ist Einsatzbereit
Es besteht aus mehreren Luftkammern welche mittels einer Pressluftflasche
innerhalb von ca. 30 Sekunden aufgeblasen werden können. Sind die Kammern
gefüllt, so kann das Polster bequem an den Einsatzort getragen werden. Auch die
Rettungshöhe ist wesentlich höher als bei den Sprungtüchern. So kann das Polster
eine aus bis zu 18m Höhe springende Person auffangen und den Fall so weit
abbremsen, dass schwere oder schwerste Verletzungen verhindert werden können
Das Sprungpolster ist bequem mit zwei Feuerwehrpersonen zu tragen
Blick in das innere des Sprungpolsters. Hier gut zu sehen, die mit Luft gefüllten Rahmenteile
Dennoch muss an dieser Stelle vollständiger weise erwähnt werden, dass das
Sprungpolster nur eine absolute Notfallsicherung darstellt. Wenn irgend möglich
werden die zu rettenden Personen mittels Drehleiter oder tragbaren Leitern aus
ihrer Lage befreit. Denn selbst mit den modernsten Sprungpolstern kann die
Person Verletzungen davon tragen, oder im Falle eines Suizidversuches das
Polster absichtlich verfehlen.
Das Sprungpolster im einsatzbereitem Zustand!