„Es ist gut wenn er da ist, aber ich hoffe dass er nie benötigt wird“ Bei der Übergabe eines automatischen, externen Defibrillators (AED) an die Freiwillige Feuerwehr Hardegsen bedankte sich Bürgermeister Michael Kaiser bei den Spendern, die die Beschaffung möglich gemacht haben.

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen. Noch immer sterben in Deutschland über 100.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern am plötzlichen Herzversagen. Dieses kann junge und alte Menschen treffen. Bei der Arbeit, in der Freizeit und beim Sport, aber auch im Einsatzgeschehen der Feuerwehr. Ursache ist häufig das Herzkammerflimmern. Hier hilft ein AED die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich zu erhöhen, indem der Defibrillator durch Stromstöße versucht, die Herztätigkeit wieder in den normalen Rhythmus zu bringen.

In seiner Tätigkeit als Feuerwehrmann und Rettungssanitäter sind Mirco Teuteberg die Gefahren des plötzlichen Herztods durchweg bekannt. So entwickelte sich bei ihm die Idee, Spendengelder zu sammeln um einen AED zu beschaffen. Nachdem die Idee immer weiter gereift war und auch die Zustimmung des Ortskommandos vorlag, begann er bei Geschäftsleuten in und um Hardegsen Spendengelder zu sammeln. Auch die Kreissparkasse (KSN) beteiligte sich im Rahmen einer Spendenaktion und sorgte somit dafür, dass innerhalb kurzer Zeit der Betrag für die Beschaffung zustande kam. So konnte mit den Geldern ein hochwertiger Defibrillator der Firma PhysioControl beschafft werden, der in seiner Art neben der Funktion als „Laiendefibrillator“ auch für geschultes Fachpersonal wie Rettungsassistenten oder Notärzten die Möglichkeit bietet EKG Kurven aufzuzeichnen.

Beeindruckt von der Spendenbereitschaft zeigte sich Bürgermeister Kaiser im Rahmen der Feierstunde im hardegser Feuerwehrhaus. Er bedanktes sich bei dem Organisator Teuteberg, da der neue AED auch im Einsatzgeschehen der Feuerwehr ein deutliches Plus an Sicherheit bietet. „Die Belastung der Einsatzkräfte ist in den vergangenen Jahrzenten deutlich gestiegen“ wies Stadtbrandmeister Plessmann in seiner Ansprache hin. „Durch den Defibrillator, der zukünftig auf dem Einsatzleitwagen der Ortsfeuerwehr Hardegsen verlastet und somit bei jedem Einsatz verfügbar sein wird, ist ein deutliches Plus an Sicherheit für die Einsatzkräfte gegeben“

Der AED ist aber nicht das einzige Gerät dass an dem Abend übergeben werden konnte. Ein Pulsoximeter zur Messung der Sauerstoffsättigung im Blut und ein Spineboard als zusätzliche Ausrüstung bei der technischen Rettung sind nun im Bestand der Feuerwehr und somit ein weiteres Plus an Sicherheit im Einsatzgeschehen.