Sind alle Rettungswege für die Feuerwehr zugänglich und wie klappt die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen? Um diese Fragen in der Praxis zu überprüfen fand am Donnerstag den 10.11.2016 eine unangekündigte Alarmübung im Kindergarten Hevensen statt.

Angenommene Ausgangslage war ein Küchenbrand in dem evangelischen Kindergarten der hardegser Ortschaft Hevensen, mehrere Personen sollten sich noch im Gebäude befinden. Anhand dieser Situation alarmierte die Einsatzleitstelle die Ortsfeuerwehr Hevensen und Hardegsen über Sirene und Funkmeldeempfänger. Zusätzlich wurde die Drehleiter des Landkreises Northeim sowie seitens des Rettungsdienstes die schnelle Eingreifgruppe (SEG) des Arbeiter Samariter Bundes abgerufen.

Nach der Erkundung der Einsatzstelle zeigte sich, dass in dem mehrstöckigen Gebäude sieben Personen vermisst waren. Hieraufhin forderte die Einsatzleitung die Ortsfeuerwehren Lutterhausen, sowie Gladebeck und Asche nach. Während Lutterhausen und Asche zusätzliche Atemschutzgeräteträger stellen sollten, war die Aufgabe der Feuerwehr Gladebeck der Aufbau einer Atemschutzsammelstelle (ASS).

Zwischenzeitlich hatten die Feuerwehrkräfte die Brandbekämpfung eingeleitet und mehrere Trupps waren mit Atemschutzgeräten im Gebäude um die vermissten Personen zu retten. Parallel dazu richteten die nachgerückten Einsatzkräfte eine Wasserversorgung aus der nahegelegenen Espolde ein, um genügend Löschwasser an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben.

Während mittels der Drehleiter Personen aus dem ersten Stock gerettet wurden, brachten die Atemschutztrupps die verletzten Personen aus dem Erdgeschoss in Sicherheit. Betreut wurden die Verletztendarsteller durch die SEG, welche einen Verletztensammelplatz an der Einsatzstelle eingerichtet hatte.

Nachdem alle Personen gerettet und die gesteckten Übungsziele erreicht waren, beendete die Übungsleitung die Übung. Abschnittsbrandmeister Meyer, Stadtbrandmeister Pleßmann und Stadtsicherheitsbeauftragter Mirco Teuteberg ließen im Anschluss der Übung vor den angetretenen Einsatzkräfte n die Übung Resümee passieren. Hierbei wurden die gut abgearbeiteten, aber auch die nicht ganz so guten Lösungsansätze angesprochen.

Insgesamt dauerte die Übung eineinhalb Stunden und forderte 70 Einsatzkräfte der unterschiedlichen Hilfsorganisationen in ihrem jeweiligen Fachgebiet.